Ein Reisebericht

 

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Kenia hautnah

Die diesjährige Pfarreireise stand ganz im Zeichen des Keniaprojekts und ermöglichte das Kennenlernen von unseren kenianischen Projektpartnern und ihren Tätigkeiten und Vorhaben.. Es war eine durchaus nicht-touristische Reise, und an kleinen Abenteuern hat es nicht gefehlt. Schon in Nairobi wurden wir von Kolpingfrauen herzlich begrüsst und nach zwei Tagen nach Kisumu begleitet. Endlich an der ersten Projektstation kurz vor Kisumu angekommen, wurden wir mit überschäumender Herzlichkeit und afrikanischem Rhythmus und Temperament singend und tanzend von ca. 40 Frauen der Kolpingvereinigung begrüsst. Ein unvergesslicher Eindruck, der sich an den Folgetagen, bei allen anderen Stationen wiederholen sollte. Einen ebenso tiefen Eindruck hat der Besuch der Sonntagsmesse in Holy Cross bei Father Richard hinterlassen. Eine Kirche voll bis zum letzten Platz mit schwarzen Afrikanern, Scharen von Ministranten, die in Gruppen zu den rhythmischen Kirchenliedern tanzen und die freundliche, offene Atmosphäre haben uns beeindruckt. Das anschliessende Pfarreifest mit Vorführungen afrikanischer Tänze war ein weiterer Höhepunkt.

Wir waren auch zu Besuch bei den Bischöfen Okoth in Kisumu und Linus in Homabay. Sehr direkt wurden wir mit dem Aidsproblem konfrontiert. Grosse Bevölkerungsteile im erwerbsfähigen Alter fehlen einfach. Wir haben die Waisenkinder in ihrem Heim gesehen und erfahren, dass viele ältere Frauen sich jetzt um riesige Familien kümmern müssen. Die Aidsaufklärung über moderne Medien kann die Basis der Bevölkerung nicht erreichen, weil diese dazu keinen Zugang hat. Wir haben es selbst gesehen: die Menschen wohnen in Lehmhütten ohne Strom. Hier setzt unser Projekt sehr gezielt mit einer nach dem Schneeballsystem aufgebauten Aufklärungskampagne ein. Diese wird von den Kolpingfrauen getragen. Der Einsatz dieser Frauen für ihre Mitschwestern hat uns tief beeindruckt.

Wie könnten wir von Kenia zurückkommen, ohne Tierfotos geschossen zu haben. Eine Safari in Masai Mara wird uns in tiefer Erinnerung bleiben, genauso wie die Zugsfahrt von Nairobi nach Mombasa, wo wir einige Tage zur Erholung am Meer verbrachten. G. Eichinger

Weitere Eindrücke zur Reise finden sich unter: http://www.eichinger.ch/eichifamilyhom/Reisen/Kenia/keniareise_2001.htm
 

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Stand: 10.03.2005